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Die Künstlerin Victoria Rosenman wurde 1986 in Sankt-Petersburg geboren, siedelte als Kind aber mit ihrer Familie nach Freiburg im Breisgau um. Bis 2011 absolvierte sie an der Hochschule für Kunst und Gestaltung in Basel das Studium der Freien Kunst. Heute lebt Victoria Rosenman in Berlin; sie arbeitet in Russland, Berlin und der Schweiz. Ihre absichtsvoll inszenierten weiblichen Akte zwingen dem Betrachter unzählige Fragen nach dem Sinn-Kontext und der künstlerischen Intention auf.

 

Victoria Rosenman

 

Liebe Victoria, wie kommst Du zu Deinen Ideen, was dient Dir als Inspirationsquelle?

Menschen inspirieren mich. Es sind Menschen, die ich kenne, und meine Erfahrungen mit ihnen beziehungsweise ihre Ansichten und Weltanschauungen. Diese inspirieren mich, und ich wandele sie in meine eigenen Positionen um und verwerte sie.

 

Welche Künstler und Literatur rezipierst Du? Wer sind Deine Vorbilder?

Ich bin ein großer Fan der klassischen russischen Literatur. Von Dostojewski habe ich alle Bücher gelesen. Ich kann sie auch immer wieder neu lesen, er war für mich jemand, der wirklich genial war. Und es gibt sehr moderne junge Schriftsteller, die man nicht kennt, die ich sehr schätze. Ich bin sehr oft auf Buchmessen in Petersburg. Mich fasziniert vor allem die Sprache, ich schaue mir oft sehr genau die Sprache an. Ich entdecke gerne neue Dinge in der Literatur.

Auch bei den Künstlern gibt es natürlich eine Menge Vorbilder, die mich interessieren. Robert Palmen zum Beispiel, ein Künstler, der vor allem weiße Gemälde macht und von dem ich eine Ausstellung in Schaffhausen gesehen habe. Ja, und natürlich Martin Kippenberger und Remy Zaugg.

 

BELONGING, BLENDING, BEEING 3 von Victoria Rosenman, 2012

 

Welchen Einfluss hatte die Migrationserfahrung für Dich?

Dadurch, dass ich in einem sehr bewussten Alter emigrierte, war das zuerst sehr schwierig. Ich konnte mich in der Schule damals schlecht integrieren. Ich hatte wenige Freunde, ich war sauer. Ich habe wenig reflektiert - zunächst. Aber jetzt ist es so, dass ich mich in beiden Ländern sehr wohl fühle. Es sind zwei Leben, die sehr unterschiedlich sind und ich schätze beide Leben sehr.

 

Welche Folgen hatten diese Erfahrungen für Deine Kunst?

Ich konnte schneller Erkenntnisse gewinnen und bin gelassener geworden und bin dadurch freier.

 

MUSE 3 von Victoria Rosenman, 2010

 

Europa vs. Russland - wie lassen sich die beiden Kulturen künstlerisch verbinden?

Ich denke, in einigen meiner Arbeiten provoziere ich mit Vergleichen, aber eher indirekt. Ansonsten bin ich überhaupt nicht politisch. Ich denke, meine Kunst ist weder europäisch, noch russisch. Es ist etwas dazwischen. Aber ich kann das nicht einschätzen, ich mache einfach.


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