SICHERE ZAHLUNG         14 TAGE KOSTENFREIE RETOURE         SERVICE HOTLINE: +49 (0) 30 69 20 6758

Ist ein rationaler Umgang mit dem Nicht-Rationalen denkbar?

 

Beim Kunstkauf der Masse der Kenntnislosen eine Nasenlänge voraus zu sein, lohnt sich. Das richtige Kunstwerk, vom richtigen Künstler, zur richtigen Zeit zu kaufen, zahlt sich aus. Dazu sind allerdings einige fundierte Kenntnisse nötig, die sich jedoch recht einfach und schnell erwerben lassen. Auf Grundlage der hier aufgeführten einführenden Tipps lassen sich die Qualitätsmerkmale eines Kunstwerkes leichter einschätzen und sichere Werturteile fällen.

Mithilfe dieser knapp gefassten Anregungen soll eine erste Grundlage dafür gelegt sein, sich zukünftig weniger unsicher bei der Einschätzung eines zeitgenössischen Kunstwerkes zu fühlen und sich entspannt und aufgeschlossen mit einem unbekannten Objekt der Gegenwartskunst zu befassen.

 

Victoria Rosenmann

MUSE 1 von Victoria Rosenman, 2014

 

1. Ist zeitgenössische Kunst immer provokativ und ekelerregend?

Natürlich hat gute Kunst nicht immer etwas mit gutem Geschmack zu tun, zumal sich über diesen bekanntlich trefflich streiten lässt. Selbstverständlich ist es ein häufiges Kennzeichen zeitgenössischer Kunst, dass sie den Betrachter zu irritieren oder gar zu provozieren sucht. Dies ist aber nicht das einzige Erkennungsmerkmal eines guten Kunstwerkes, welches das Potential besitzt, die Anerkennung des Kulturbetriebes zu ernten. Schließlich wird wahrlich nicht jedes Kunstwerk, das einen Skandal auslöste, auch wirklich einmal in die Geschichte der Kunst eingehen. Daraus folgt notwendigerweise auch, dass eine harmonische Schönheitlichkeit oder ästhetische Glätte eines Objektes automatisch nicht ein Knock-out-Kriterium darstellt, das nahelegt, dass ihm jedwede mehrdeutige Innovationskraft fehlte, die eine wertvolle Erkenntnis vermittelt.

 

2. Muss ich mich auch mit dem Künstler befassen, der das Kunstwerk, das mich interessiert, hervorgebracht hat?

Dazu wäre unbedingt zu raten. Auf der einen Seite sollte der Lebenslauf des Künstlers in den Blick genommen werden. Dabei ist nicht nur relevant, an welcher Kunstakademie der Künstler studiert hat, sondern auch, ob er bereits Preise, Auszeichnungen und wichtige Stipendien erhalten hat. Wo und auch mit wem hat er bereits ausgestellt? Verfügt er über einen festen Galerievertrag? Falls ja, um welche Galerie handelt es sich? Welche Künstler sind dort zudem noch vertreten? Nimmt die Galerie mit ihren Künstlern bereits an den wichtigen Messen teil? Welche Sammler gehören zu den regelmäßigen Kunden? Auf der anderen Seite sollte auch die Persönlichkeit, des Künstlers per se interessieren; denn schließlich geht es ja auch darum, feststellen zu können, inwieweit sich diese Persönlichkeit in seinem Werk niederschlägt oder spiegelt. Verfolgt er in seinen Werken ein klares, eigenes Konzept? Bildet er eine eigene, unverwechselbare Handschrift aus?

 

Anne-Kathrin Huisken

Anne-Kathrin Huisken: »Meine Bilder reflektieren die Sehnsucht nach Idylle – manchmal mysteriös und bisweilen komisch.«

 

Stay tuned! Der nächste Blogbeitrag (Teil 2) folgt in Kürze.


← Older Post Newer Post →