SICHERE ZAHLUNG         14 TAGE KOSTENFREIE RETOURE         SERVICE HOTLINE: +49 (0) 30 69 20 6758

Richard A. Heckert

 

Das curart-Team freut sich ihren aufstrebenden Künstler_innen einen weiteren medial wirksamen Raum zur Darstellung ihres Wirkens bieten zu können einen spielerischen Raum zwischen Anschauung und Begriff. Gerade im unten stehenden Beitrag des Künstlers Richard A. Heckert offenbart sich diese ungezügelte ästhetische Reflextionslust infolge des harmonischen Pendelns assoziierter Begriffe entlang von Anschauungen (Kant) viel Vergnügen mit:

 

Free Flow to Slow. That's Pop Amok! von Richard A. Heckert

Die Bildästhetik des Pop Amok setzt sich inhaltlich mit unserer in starkem Maße medial und technologisch geprägten und sich durch neue Medien und Technologien radikal verändernden Gegenwart auseinander. In Inhalt und Ausrichtung stehen die Werke in der Tradition der Romantischen Bewegung, denn die Sehnsucht nach Utopia ist in den Werken allgegenwärtig. Der farbige Charakter der Werke ist dabei nur der spielerische Einstieg, der scheinbar schöne Schein, der erst auf den zweiten Blick dessen inhaltlichen und ästhetischen Charakter verändert.

Zukunftsängste, Orientierungslosigkeit und ein dystopisches Zukunftsbild erfährt das Individuum in der Sinnlosigkeit seines täglichen Tuns. So schmerzlich es klingen mag: In der beschleunigten Welt der Superlative wird dieser melancholische Schmerz nicht aus dieser Welt gespült. No Future ist das wiederkehrende Gefühl einer Generation ohne Glaube an Utopia. Burn Out, Fall Out, Over and Out sind die einzigen Visionen einer vereinsamten Welt. Es ist die Kälte des Momentes, der man entfliehen will, und so bekennen wir uns zum Weltschmerz, der sehnsüchtig durch die Zeiten wandelt und den Dingen trotzt, während sich die großen Gedankenmodelle verbrauchen.

Die Symbole unserer Zeit sind Comic, Computer und Cover. Die Botschaften unsere Alltagswelt sind in Werbebanden, Spots und Apps abgefasst und prägen unsere Lebenswelt. Wir beschleunigen unser Leben auf Schallgeschwindigkeit und erkennen an den Rändern der Peripherie nur noch flüchtige Momente. Eine Zeit verstanden als filmischer Abspann, in der alles verwischt und die Grenzen zwischen Kunst, Kitsch und Konsum verschwinden. Es ist ein allgemeiner Trend der Krise. Die Arbeiten des Pop Amok drehen das Verhältnis um und nutzen das Profane in der Kunst zur Bewusstwerdung einer scheinbar verschollenen Gedankenwelt.

In dramatischen Zeiten reicht es nicht mehr aus, nur Kunst nach Bedarf zu schaffen. Es ist die Zeit, in der die Kunstkritik dem Künstler nicht mehr verbieten darf, Gedankengänge und gedankliche Zusammenhänge anschaulich zu machen. Diese Kunst ist dadurch noch lange keine Illustration. Das Symbol bleibt die Sprache der Kunst es ist lebendig und bleibt ein Geheimnis, das selbst dem Künstler verschlossen bleibt. Der letzte unerklärliche Zauber ist in der Kunst zu suchen und wird zum letzten unerschöpflichen Universum.

 

Mehr von und zu Richard A. Heckert

 


← Older Post Newer Post →